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EU-Planspiel

Die Schülerinnen und Schüler der NAOS konnten im Rahmen eines Planspieles zum EU-Gesetzgebungsverfahren in ganz verschiedene Rollen schlüpfen.

Als Mitglied der Europäischen Kommission, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, Regierungsmitglied eines Mitgliedslandes im Ministerrat oder auch in der Rolle eines Interessenvertreters diskutierten sie verschiedene Standpunkte zum Thema Biokraftstoffe. Am Ende des Tages sollte dabei eine gemeinsame Position zu einer Gesetzesvorlage entstehen. Leichter gesagt, als getan. Getreu dem Spruch: "Nur wer selbst für etwas brennt, kann in anderen ein Feuer entfachen", versuchte man sich gegenseitig von seinem eigenen Standpunkt zu überzeugen. Dass das nicht immer einfach ist, beschreibt Jeffrey Pawlow: "Ich war heute Parlamentsvizepräsident und fand es teilweise schwierig, die eigene Meinung durchzusetzen. Es gibt immer irgendjemanden, der einem einen Strich durch die Rechnung macht."

EU-Planspiel

Der Tag war gefüllt mit hitzigen Diskussionen und Debatten. Die verschiedenen Argumente wurden – wie auch im echten Leben – im Plenum ausgetauscht und abgewogen. Neben der Ausarbeitung der gemeinsamen Position waren die intensive Debatte über den Vorschlag und das Erstellen von Ă„nderungsanträgen die zentralen Lernfelder des Tages. Als Highlight stand am Ende eine finale Abstimmung getreu nach den Verfahren der EU.

EU-Planspiel

Besonderes Lob gebührte an diesem Tag den Vorsitzenden und Vizevorsitzenden der Europäischen Institutionen. Sie hatten die Aufgabe, die Debatten anzuleiten und die verschiedenen Interessen in Einklang zu bringen. Alexander Siefen, der an diesem Tag die Rolle des Parlamentspräsidenten innehatte, betonte: "Die Diskussionen zu leiten und gleichzeitig die Meinung der eigenen Partei zu vertreten war gar nicht so schwer, wie anfangs gedacht, da man selbst kontrollieren konnte, zu welchem Thema man etwas als Vertreter seiner Partei sagen möchte."

EU-Planspiel

Der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, Dr. Stephan Koppelberg, freute sich, dass "die Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme an der Planspielreihe die Gelegenheit bekamen, die Arbeitsweise der Europäischen Union auf eine so spannende Weise kennenzulernen. Durch das Planspiel wird ein abstraktes Thema für alle Teilnehmenden direkt erfahrbar und bleibt allen so sicher lange positiv in Erinnerung."

EU-Planspiel

Und wie ging’s aus? Am Ende des Tages sahen die Schülerinnen und Schüler in ein paar Punkten der gemeinsame Richtlinie Nachverhandlungsbedarf. Ăśber den Leitartikel war man sich jedoch einig: Es sollen Biokraftstoffe in der EU eingeführt werden, da diese zum Schutz der Umwelt und zur Förderung der Wirtschaft in der europäischen Union beitragen.

EU-Planspiel

Daneben half dieses Planspiel den Schülerinnen und Schülern beim Verständnis des europäischen Gesetzgebungsprozesses. Daniel Jaschek fasst den Tag zusammen: "Man merkt, wie kompliziert und langwierig so ein Prozess ist. Durch das Planspiel können die einzelnen Prozessschritte und die Ansichten der verschiedenen Politiker gut nachvollzogen werden."