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Judentum im Ethikunterricht an der NAOS

NAOS hilft

Christa Pullmann (rechts) und Ethiklehrerin Ulrike Norwig (links) mit den Schülern Niclas Wirtz und Paul Ziegler bei der Erklärung einer jüdischen Gebetswimpel.

Wo und wie findet in unserer Region jüdisches Leben statt? Und worin bestehen die Grundlagen jüdischer Ethik?

Zu diesen Fragen referierte Christa Pullmann, Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Limburg vor Schülerinnen und Schülern der 13. Klasse des Beruflichen Gymnasiums an der Nicolaus-August-Otto-Schule in Diez.

Pullmann, die für ihre Arbeit zur Verständigung zwischen den beiden Religionen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, begann ihre Erklärungen mit einem Bericht über ihre Arbeit in einem israelischen Kibbuz und verlieh dadurch ihren Ausführungen sehr viel Authentizität. Ihre Darstellungen vom religiösen Leben jüdischer Familien und den damit verbundenen Riten und Pflichten wurden durch viele mitgebrachte Gegenstände veranschaulicht. So konnten die jungen Zuhörer jüdische Kopfbedeckungen oder einen Gebetsmantel anlegen, einen Lesezeiger oder ein Schächtermesser in die Hand nehmen und sich über die Herstellung, Bedeutung und Verwendung einer Gebetswimpel informieren, die von einer jüdischen Familie stammt, welche zur Zeit der Nazidiktatur aus Weyer vertrieben wurde.

Die Schändung jüdischer Synagogen in den Novemberpogromen 1938 und die nachfolgende Vertreibung und Ermordung jüdischer Familien aus unserer Region machen junge Menschen auch heute noch fassungslos und wecken die Frage nach den Gründen und dem angemessenen zeitgemäßen und verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Geschichte.

"Wir können für den Frieden tätig sein".

Diese Aussage von Christa Pullmann machte deutlich, dass wir alle in unserem täglichen Leben im Dialog mit Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft Verantwortung tragen.

 
 
 
 
 
 
 
 
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